7. Renntag, 19. Juli 2011

Sommer, Sonne, Sand und Mehr

Okay, das Copyright liegt bei Andreas aber passender hätte er es im Rahmen der Siegerehrung wirklich nicht ausdrücken können.

Maximales Lob gebührt Andreas auch weil er den Juli-Renntag mit bestmöglichem Wetter mitten zwischen zwei Schlechtwetterfronten organisiert hat und – sicherlich um sich dafür ordentlich feiern zu lassen – diesen mit sogar zwei (in Zahlen: 2) Mails angekündigt hat!

Dem Aufruf nach Waldow zu kommen folgten 33 rennhungrige Athleten, erfreulicherweise auch diesmal wieder ein paar neue Gesichter. Die Gruppeneinteilung fiel daher leicht, 17 und 16 Fahrer/Innen stellten sich in zwei Gruppen ihrer Aufgabe.

Fast der Hälfte der Fahrer in der ersten Qualigruppe gelang es trotz kalter Karts, wenig Gummi auf der Strecke und zwei Gelbphasen unter 40 Sekunden zu bleiben. Natürlich waren die üblichen Verdächtigen Felix Budzisch, Martin Skripietz und Stefan Marsch ganz vorne zu finden. Thomas Reimann war der letzte, der sich aus dieser Qualigruppe für die Teilnahme an den Rennen der Gruppe A qualifizieren konnte.

In der zweiten Qualigruppe überraschte Andreas Klatt mit der schnellsten Zeit der Gruppe, einer sehr bedeutenden 39,41. Zweit- und drittschnellster waren dahinter René Salatowsky und Michael Dell. Thomas Ewert schlüpfte als letzter in die Renngruppe A.

Bei der Startaufstellung zum ersten Lauf der Gruppe A wurde versehentlich die „enge“ Aufstellung gewählt. Nach kurzer Rücksprache der Rennleitung mit Andreas Klatt wurde das Rennen aber dennoch in dieser Form gestartet. Es war ganz eindeutig der hervorragenden Disziplin der Fahrer in dieser Gruppe zu verdanken, daß der Pulk ohne jede Blessuren durch die erste Runde kam. Polemann Felix Budzisch kam von Anfang an nicht wirklich gut zurecht und wurde nach und nach durchgereicht. Auch Andreas Klatt mußte sich etwas nach hinten orientieren. Die von vorne gestarteten beschäftigten sich in den ersten Runden weniger mit dem schönen Sonnenuntergang als mit sich selbst, so daß die Rennentscheidung letztlich von den Mittelfeldlern durch frühe Boxendurchfahrten zu ihren Gunsten herbeigeführt wurde. Allererster in der Boxengasse war Vincent Ramm, der jedoch mehrere Versuche benötigte, bis er schließlich doch fehlerfrei die Schikane passiert hatte. Leider war sein Rennen dadurch bereits gelaufen. Besser stellten sich Michael Dell und Volker Heyne von Startplatz sechs und neun kommend an, sie konnten beim Abwinken des ersten Laufs Martin Skripietz auf Platz 3 verweisen. Die Schikane in der Boxengasse erwies sich auch für andere als besonders schwierig. Michael Jagnow touchierte die Begrenzung leicht und entschied sich eine zusätzliche Durchfahrt anzutreten, obwohl die Rennleitung ihm dies nicht signalisierte. Das ist Sportsmanship at its best, bedeutete für Michael Jagnow allerdings leider auch den vorletzten Abstiegsplatz in die Gruppe B. Gemeinsam mit Thomas Ewert und Vincent Ramm machte er sich auf den Weg...

Für den ersten Lauf der Gruppe B wurde wieder die auseinandergezogene, „normale“ Startaufstellung gewählt und das war ganz sicher auch besser so. Thomas Berndt führte das Feld vor Marcus Einsporn und Mike von Rüden in die erste Runde. Marcus Einsporn übernahm allerdings die Führung und hatte sich offensichtlich vorgenommen diese nicht mehr abzugeben. Nur die eben genannten drei Fahrer konnten in dieser Gruppe unter 40 Sekunden fahren und im restlichen Feld waren z.T. deutliche Unterschiede an Rundenzeiten, Linien und Überholverhalten zu erkennen. Kai Reinhard erlitt wenige Runden vor dem Ende des Rennens einen Plattfuß an seinem Kart und konnte sich aus aussichtsreicher Position nur auf den achten Platz retten. Wie (von ihm) geplant gewann Marcus Einsporn diesen Lauf vor Mike von Rüden und Thomas Berndt und diese drei wurden für ihre guten Leistungen durch einen fast sofortigen Neustart im zweiten Rennen der Gruppe A belohnt.

Daß bei Überrundungen ein kompromißloses Verteidigen der Position nicht unbedingt erforderlich ist, hatte sich nicht bis zu jedem herumgesprochen. So kam es leider auch zu einigen kleineren Scharmützeln und Strandbesuchen. Die Strecke wurde dadurch sicherlich nicht schneller. Dank Andreas Klatt's guter Idee während des zweiten Rennens der Gruppe A einen kleinen Fahrerlehrgang von Thomas Ewert und Michael Jagnow mit Anschauungsunterricht für die Teilnehmer der Gruppe B zu organisieren bestand Hoffnung, daß das zweite Rennen der Gruppe B besser laufen würde.

Auch der zweite Lauf der Gruppe A wurde wieder mit normaler Startaufstellung gestartet. In umgedrehter Reihenfolge wurden nun René Hammerl vor Martin Skripietz, Volker Heyne und Michael Dell auf die Strecke gelassen. René mußte sich zunächst ständiger Attacken von Martin erwehren, der seinerseits aber auch durch Michael Dell, Philipp Klatt und Volker Heyne Druck bekam. Michael Dell schien im weiteren Verlauf beflügelt und griff den führenden Martin Skripietz auf der Geraden an und dank Martin's guter Kooperation konnte Michael in der Schikane überholen. Ich habe es schon des öfteren betont, Martin's Verhalten ist in dieser Hinsicht vorbildlich und mehr als clever! Es ist wichtig zu wissen, daß es hierbei um die Führung in der Gruppe A ging! Verglichen mit den meisten Überrundungsmanövern (!!!) in der Gruppe B – nein, diesen Vergleich kann und möchte ich nicht fortführen. Hier gibt es jedenfalls auf den hinteren Plätzen noch viel Verbesserungspotential... Seine Klasse hat Martin Skripietz jedoch nicht nur mit diesem Manöver gezeigt, sondern dadurch, daß er das Rennen dennoch gewonnen hat. Dicht gefolgt von Torsten Bergholz, der sich durch ein sehr taktischen Rennen vom zehnten Startplatz vorgearbeitet hat. Michael Dell, der am Ende den dritten Platz belegte, ist mit 39,36 Sekunden immerhin die schnellste Rennrunde gefahren, schneller war nur Felix Budzisch im 1. Qualifying mit einer 39,31.

Nachdem wir durch den Fahrerlehrgang alle wußten wie man die Strecke schnell befahren kann, startete das zweite Rennen der Gruppe B mit viel Zuversicht bei allen Beteiligten. Die Absteiger Thomas Ewert, Michael Jagnow und Vincent Ramm hatten die Ehre das Feld in die erste Runde zu führen. Während Vincent bald an Thomas Ewert vorbei kam, zog sich das Feld relativ schnell auseinander. Auch im Verlauf dieses Rennens gab es einige Dreher mit und ohne Feindeinwirkung. Durch die Steckenbegehung ist es aber einigen Fahrern gelungen, ihre Rundenzeiten zu verbessern. Letztlich gewannen die Fahrer mit den schnellsten Rundenzeiten, Michael Jagnow vor Thomas Ewert und Volker Lorenz.

Bei der kurzweiligen Siegerehrung konnte Michael Jagnow nur aufgrund seiner besseren Rundenzeiten vor Thomas Ewert den Tagessieg in der Gruppe B feiern. In der Gruppe A gewann Michael Dell ebenfalls aufgrund der besseren Rundenzeit ganz knapp vor Martin Skripietz den Pokal des Tagessiegers.

Dirk Lauth animierte dann noch alle Teilnehmer des Scudi-Kart-Cups zum Rennwochenende am 29., 30. und 31. Juli 2011 in Oschersleben zu erscheinen, da dort nicht nur er selbst in der Mini Challenge antritt, sondern auch unser Mitstreiter Andreas Kast bei den ADAC Procars zu sehen sein wird und im Rahmenprogramm für die beiden ;-))) fahren dann noch die FIA WTCC und andere... Alles in allem ein interessantes Rennwochenende in Oschersleben.

Ein schöner Renntag war das auf dem Spreewaldring in Waldow, nicht zuletzt auch weil Heiko und sein gesamtes Team uns die Wünsche von den Augen abgelesen haben, auch wenn natürlich nicht alle Wünsche erfüllt werden konnten. Die 38er Rundenzeit ist jedenfalls vorerst nicht gefallen... Andreas Klatt hatte uns in seiner Erinnerungsmail definitiv nicht zu viel versprochen!

Wir sehen uns somit alle gut gestärkt und trainiert am 16. August 2011 in Waldow.

Bis dahin immer volle Pulle,
Thorsten Wunderlich

Gruppe 1 Gruppe 2
Qualifikation Qualifikation Gruppe 1 :: Juli 2011 Qualifikation Gruppe 2 :: Juli 2011
1. Lauf 1. Lauf Gruppe 1 :: Juli 2011 1. Lauf Gruppe 2 :: Juli 2011
2. Lauf 2. Lauf Gruppe 1 :: Juli 2011 2. Lauf Gruppe 2 :: Juli 2011