2. Funlauf, 21. Dezember 2010

Die weihnachtliche Rute...

...gibt es für all diejenigen, die leichtfertig den zweiten Scudi-Cup Funlauf des Jahres 2010 haben verstreichen lassen. Das fehlende Training wird sich möglicherweise schon am 18. Januar 2011, dem ersten Wertungslauf der kommenden Saison, rächen.

Die Grenze für die Aufteilung der Teilnehmer in nur zwei Gruppe hatten wir zum Meldeschluß kurz vor 20:00 Uhr knapp überschritten, daher wurden die Teilnehmer auf drei kleine Gruppen à einmal neun und zweimal acht Teilnehmer aufgeteilt.

Die 25 schneefesten Teilnehmer des Renntages wurden wieder mit bestmöglichen Bedingungen und klasse Karts von der Kart-World am Juliusturm verwöhnt. Die wie immer hochmotivierte Mannschaft arbeitete schnell und unauffällig, schwenkte aber auch zur richtigen Zeit die blaue Flagge gut sichtbar.

In der 1. Qualifikationsgruppe war Martin Skripietz der einzige der mit kaltem Kart und kalten Reifen eine 33,88 und somit unter 34 Sekunden fahren konnte. in der 2. Qualifikationsgruppe erreichten dieses Zeitenniveau bereits drei Teilnehmer, Michael Rudolph, Daniel Haas und Levin Kühne empfahlen sich damit direkt für die Gruppe A. Im dritten und letzten Qualifying gelang es nur Mike Lingk knapp unter 34 Sekunden zu bleiben, vielleicht waren es doch nicht die kalten Reifen???

Einige Gesichter waren jedoch lang, nachdem alle Qualifikationsrennen gefahren waren und fest stand wer in welcher Renngruppe antreten würde. Etliche Fahrer hatten sich ganz sicher mehr versprochen und mußten nun ihr Glück im Aufstieg suchen. Aber es sollte zum Teil auch ganz anders kommen...

Michael Rudolph hatte seinen Heimvorteil genutzt und sich vor Martin Skripietz auf die Pole Position des 1. Rennens der Gruppe A gestellt. Zusammen mit Mike Lingk und Daniel Haas machten die vier das Rennen unter sich aus. Mit kleinem Respektabstand folgte René Salatowsky, konnte aber praktisch nicht ernsthaft eingreifen. Auf den hinteren vier Plätzen wurde ebenfalls heftig gefightet. Levin Kühne kam für seine Verhältnisse nicht so richtig in Gang und hatte permanent mit Thea Dillmetz, Stefan Marsch und mir zu tun. Mit ein wenig Glück und guter Zuarbeit von Thea gelang es mir der lachende Vierte zu sein, während die anderen drei sich leider in die Gruppe B verabschieden mußten. Im Kampf um den Sieg konnte Martin Skripietz mit einer sehr cleveren Boxenstrategie vor Daniel Haas und Mike Lingk die Nase vorn behalten, während Michael Rudolph seinen Startplatz leider nicht angemessen verwerten konnte.

Im 1. Rennen der Gruppe B startete Oliver Rodig vor Andreas Klatt und Marcus Einsporn. In Zusammenarbeit mit (jedoch nicht ursächlich durch) Dirk Lauth kamen sich die ersten vier Karts in den ersten beiden Kehren nach Freigabe des Rennens sehr nah. Vorangegangen waren zwei kleine Hüpfer von Dirk Lauth und Michael Dell, die es beim Start nun wirklich gar nicht erwarten konnten und sich beim Verlöschen der roten Lichtzeichen schon mal jeweils einen Meter vortasteten, dann aber wieder zum Stillstand kamen. Dieser Landgewinn könnte wohl ursächlich mit der Enge in den ersten beiden Kurven zusammen gehangen haben. In noch bedeutenderen Rennserien (das ist eigentlich kaum möglich) hätte man den Start wohl abgebrochen und neu angesetzt... Eine klasse Leistung hat in diesem 1. Rennen der Gruppe B Marcel Prokscha-Köppen als Erstlingstäter im Scudi-Kart-Cup erbracht: Von Position sieben gestartet wurde er Dritter hinter Oliver Rodig und Marcus Einsporn und qualifizierte sich damit zum Aufstieg in die Gruppe A. Andreas Klatt und Volker Heyne schauten in die Röhre, während Dirk Lauth, Michael Dell und Olaf Pieper absteigen mußten. Während Michael Dell wenigstens noch eine schnellste Runde unter 34 Sekunden fahren konnte, kamen Dirk Lauth und Olaf Pieper irgendwie auf keinen grünen Zweig.

In der Gruppe C hatten Jan Kubiczek, Stefan Roth und Benjamin Brand, die in dieser Reihenfolge ins Rennen gegangen waren von Beginn an den Aufstieg in die Gruppe B im Visier. Benjamin konnte das Rennen schlußendlich vor Jan gewinnen, aber auch Stefan manövrierte sich auf den letzten Aufstiegsplatz. Leider mußte die Rennleitung nach Beendigung dieses Laufes per „Videobeweis“ anhand der Einzelauswertung mit jeder Rundenzeit des Rennens einen Übeltäter überführen, der trotz zusätzlicher Aufforderung nicht ausreichend oft durch die Boxengasse gefahren war. Hier mußte von dem Instrument der Zeitstrafe (zur Weihnachtszeit heißt das ebenfalls „Rute“) Gebrauch gemacht werden. Vereinbarungsgemäß hatten wir ja festgelegt, daß das Abräumen der Schikanen in der Box eine zusätzliche Übungsdurchfahrt zu Folge haben muß...

Der zweite Lauf in der Gruppe A wurde wie immer in umgedrehter Reihenfolge der ersten vier Plätze gestartet, d.h. Michael Rudolph hatte wieder seine Pole und Martin Skripietz fuhr vom vierten Startplatz los. Wie die das machen werde ich wahrscheinlich nie verstehen, aber letztlich kommt der schnellste meistens als erster ins Ziel und das war auch in diesem zweiten Lauf der Gruppe A Martin Skripietz, der Meister des Jahres 2009, der quasi nebenher eine 33,14 fuhr!!! Er verwies wiederum Daniel Haas, Mike Lingk und Michael Rudolph auf die Plätze. Mit kleinem Abstand folgten dann der Aufsteiger Oliver Rodig und René Salatowsky, die sich jedoch auch permanent belauerten. Marcus Einsporn wurde durch einen Feindkontakt genötigt die Brückenabfahrt rückwärts zu fahren, was ihn unnötig Zeit und eine Position kostete und ihn in die Situation versetzte sich im weiteren Rennverlauf mit mir und Marcel Prokscha-Köppen auf den hinteren Rängen rumärgern zu müssen.

Im 2. Rennen der Gruppe B ließen die drei Absteiger Thea Dillmetz, Levin Kühne und Stefan Marsch nichts mehr anbrennen. In genau dieser Reihenfolge überfuhren sie die Ziellinie und Thea rehabilitierte sich nicht nur mit der Platzierung, sondern auch mit einer sehr ordentlichen Rundenzeit von 33,64 Sekunden in dem vom Martin Skripietz eingefahrenen Kart. Volker Heyne fuhr ein eher einsames Rennen, zumindest zum Schluß war er recht ungefährdet vor Andreas Klatt, der wiederum von den drei Aufsteigern nicht ernsthaft bedroht wurde. Positionswechsel waren in dieser Gruppe trotz eifriger Bemühungen fast nur durch die Boxendurchfahrten zu verzeichnen.

Der zweite Lauf der Gruppe C bekam leider auch durch die prominenten Absteiger Michael Dell und Dirk Lauth keine echte Würze. Die beiden konnten zwar sich gegenseitig (gut 10 Sekunden) und darüber hinaus den Rest des Feldes (ebenfalls gut 10 Sekunden) deutlich distanzieren, Fakt ist jedoch, daß es nur der Überschrift „Funlauf“ zuzuschreiben ist, daß die beiden sich überhaupt in der Gruppe C wiedergefunden haben. Wenn es ab Januar wieder um Punkte geht, fahren die beiden nicht nur am Start als erste los ;-)))

Martin Skripietz hat mit zwei Tagessiegen im Oktober und November bewiesen, daß er in Top-Form ist und seine Ambitionen auf den Titel 2011 möglicherweise berechtigt sind. Der aktuelle Champion Andreas Kast liegt noch vor dem Kamin und schaut die DVD Kaminfeuer Teil III an, ob ihm das jedoch den erforderlichen Drive gibt um ab Januar dick zu punkten? Wir alle sind gespannt, den Saisonbeginn 2011 live zu verfolgen und daher kann der Aufruf nur lauten: Kommt alle am 18. Januar 2011 in die Kart-World am Juliusturm, es erwarten uns klasse Karts eine tolle Mannschaft und spannende Rennen um richtige Punkte :-)))

Bis dahin, immer volle Pulle,
Thorsten Wunderlich

Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3
Qualifikation Qualifikation Gruppe 1 :: Dezember 2010 Qualifikation Gruppe 2 :: Dezember 2010 Qualifikation Gruppe 3 :: Dezember 2010
1. Lauf 1. Lauf Gruppe 1 :: Dezember 2010 1. Lauf Gruppe 2 :: Dezember 2010 1. Lauf Gruppe 3 :: Dezember 2010
2. Lauf 2. Lauf Gruppe 1 :: Dezember 2010 2. Lauf Gruppe 2 :: Dezember 2010 2. Lauf Gruppe 3 :: Dezember 2010