8. Renntag, 24. August 2010

„Magic 15“

Bei bestem Wetter trafen sich zum August-Renntag des Scudi-Kart-Cups exakt die gleiche Anzahl von Teilnehmern, wie bereits im Juli, nämlich nur 32. Die Aufteilung auf nur zwei Gruppen war zwar in vielerlei Hinsicht positiv, allerdings werden sich alle Beteiligten ganz mächtig freuen, wenn die fehlenden Starter wieder aus dem Urlaub zurück sind.

Begrüßt wurden wir auch durch Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. von der Deutschen Vermögensberatung, der beim Scudi-Kart-Cup nicht nur auf der Suche nach neuen Kunden, sondern auch nach bisher unentdeckten Talenten für ein groß angelegtes Sponsoring als Ersatz für den etwas schwächelnden Michael Schumacher war ;-) Um dies zu untermauern, spendete er schon vor Beginn der Rennaction sechs Flaschen Prosecco, für die noch zu ermittelnden Tagesgewinner. Dafür von uns allen vielen Dank, insbesondere das geplante Sponsoring könnten wir uns auch gut in 32steln vorstellen, dann müßte keiner mit ganz leeren Händen nach Hause gehen...

In alter Tradition erschien Achim Zeim wieder überpünktlich zum direkten Einsteigen ins Kart für die Teilnahme an der Qualifikation der ersten Gruppe. Geschadet hat's ihm nicht, denn er konnte sich nach 10 Minuten als zweiter seiner Qualigruppe hinter Michael Dell und vor Andreas Kast einreihen.

Wie an den meisten Renntagen gab es eine magische Zahl. An diesem Renntag hieß diese „15“. Der oft glücklose Andreas Klatt konnte sich mit eben diesem Kart im 2. Qualifying mit 39,66 Sekunden für die Pole empfehlen und verwies damit Volker Heyne und Oliver Rodig auf die Plätze 2 und 3. Sein Schwärmen von der „15“ war nach dem Qualifying unüberhörbar.

Einige prominente Namen hingegen fanden sich nach den beiden Qualifyings für das erste Rennen etwas ungewohnt in der Gruppe B wieder. Bei nur zwei Gruppen fällt das natürlich mehr auf, da man in der Gruppe B schon gleich in der letzten Gruppe fährt! In Bezug auf die Qualifikationszeiten konnten sich einzig Andreas Klatt und Volker Heyne mit weniger als 40 Sekunden vom restlichen Feld abheben.

Die Auslosung der Karts für das erste Rennen der Gruppe A führte fast zum Verlust des großzügigen Sponsoring durch die Firma Lordpages. Michael Dell zog „Magic 15“ und führte bereits Freudentänze auf, als sich herausstellte, daß im weiteren Verlauf der Auslosung auch Startnummern gezogen worden waren, die eigentlich gar nicht im Beutel hätten sein dürfen und die Verlosung damit ungültig war.

Es kam wie es kommen mußte, beim ersten Versuch der erneuten Verlosung zog Polesetter Andreas Klatt „Magic 15“, warf sie aber sofort schuldbewußt in den Beutel zurück und zog erneut. Nach meinem persönlichen Geschmack war er dabei zu selbstlos, immer vorausgesetzt, daß er nicht sehen konnte was er zog.

Der Start zum 1. Rennen der Gruppe A erfolgte diesmal bereits nach Einbruch der Dämmerung. Die jahreszeitlichen Veränderungen lassen sich nicht mehr leugnen, nicht nur die Luft, sondern auch die Streckenoberfläche waren deutlich kühler. Einzig die ebenfalls jahreszeitlich typischen Regenschauer ließen sich nicht in Waldow blicken und das war auch gut so!

Im 1. Rennen der Gruppe A erinnerte Andreas Klatt an seinen Mangel an Glück und fuhr zum Kartwechsel an die Box. Das warf ihn naturgemäß an die letzte Position zurück, was er von der Pole kommend mit Fassung trug. Der Verlust an Punkten ist das Eine, der Abstieg in die Gruppe B ist das Andere. Aber es geht zum Glück nicht um die Weltmeisterschaft.

„Magic 15“ fuhr mit Tim Nieter von Startplatz 14 auf den vierten Platz vor. Noch vor Tim konnten sich nur Andreas Kast, Oliver Rodig und der konstant starke Volker Heyne platzieren. Wohl aus familiären Gründen ließ sich Phillip Klatt auf die drittletzte Position zurückfallen, um seinem Vater im zweiten Lauf Trost spenden zu können. Zwischen den beiden positionierte ich mich nicht ganz freiwillig, um für den zweiten Lauf in die gewohnte Atmosphäre der letzten Gruppe zurückkehren zu können.

Der Beginn des 1. Rennens der Gruppe B verlief gleich deutlich spektakulärer: Lars Harbeck, von der Pole gestartet führte das Feld trotz eines noch schnell durchgeführten Kartwechsels und entsprechend kalter Reifen an und konnte seine Führung verteidigen.

Mike von Rüden, der vom 11. Startplatz gestartet war wurde von einem Konkurrenten anfangs der langen Gerade in den rechten Reifenstapeln geparkt, verletzte sich glücklicherweise nicht, wendete sein Kart und verließ die Unfallstelle fast unerkannt. Die folgenden Aufräumarbeiten in Verbindung mit den erforderlichen gelben Flaggen beeinflußten das Rennen nun maßgeblich: Fast das gesamte Feld fuhr während der Gelbphase durch die Box, da der Zeitverlust geringer war und auf die führenden Fahrer wieder aufgeschlossen werden konnte.

Lars, der als Führender die Geschwindigkeit bei der Vorbeifahrt an der Unfallstelle zum Schutz der dort arbeitenden Streckenposten vorbildlich verringerte (die Rundenzeiten stiegen um fast 4 Sekunden), erleichterte seinen Konkurrenten dabei das Aufschließen unfreiwillig. Als Führender hatte er die Option der frühen Boxendurchfahrten nicht wirklich und bezahlte dies zum Rennende indem er sich nach seinen beiden Durchfahrten auf dem 6. Platz wiederfand.

Profiteure der Umstände und ihrer geschickten Strategie waren in diesem Rennen die drei erstplatzierten Martin Skriepitz, Felix Budszisch und Bernd Krüger, ohne natürlich deren fahrerische Leistung schmälern zu wollen! Sie erreichten damit die begehrten Aufstiegsplätze in die Gruppe A. Mike von Rüden erreichte sogar noch einen guten 7. Platz, der ihn nur relativ zufrieden stellen konnte, da mit seinem Kart nach einem guten Start ohne Unfall deutlich mehr drin gewesen wäre.

Martin Skriepitz, Felix Budzisch und Bernd Krüger durften nach nur ganz kurzer Verschnaufpause gleich wieder ran und starteten im 2. Rennen der Gruppe A von den letzten drei Plätzen.

In umgedrehter Reihenfolge des Zieleinlaufes starteten die vier erstplatzierten Tim Nieter, Volker Heyne, Oliver Rodig und Andreas Kast. Bereits in der ersten Runde waren sich Tim Nieter und Oliver Rodig hinter der Boxeneinfahrt nicht einig, was darin resultierte, daß Tim sehr unsanft in den Reifenstapeln steckte und Oliver teilweise auf seinem Kart landete. Trotz des heftigen Aufpralls konnten beide weiterfahren, waren für den weiteren Verlauf des Rennens allerdings chancenlos.

Volker Heyne und Andreas Kast fuhren derweil fast das gesamte Rennen komplett ohne Sicherheitsabstand, was die Rennstewards nach dem Rennen noch beschäftigen wird. Nach einem gelungenen Überholmanöver von Andreas Kast versuchte dieser Oliver zu enteilen, was ihm jedoch nicht wirklich gelang. Auch die Boxendurchfahrt wurde paarweise von den beiden vorgenommen, allerdings mußten sie zu ihrer Überraschung feststellen, daß Martin Skriepitz ihnen derweil den Schneid abgekauft hatte und führte. Er hatte eine abweichende Boxenstrategie genutzt um dann alleine schnelle Runden fahren zu können, was ihm den Laufsieg einbrachte.

Im folgenden 2. Lauf der Gruppe B startete Phillip Klatt vor mir und Andreas Klatt. Dank meiner „Magic 14“ allerdings, gelang es mir, das familiäre Überholmanöver (Phillip wollte seinen schnelleren Dad durchlassen) auszunutzen und mit Andreas an Phillip vorbei zu ziehen.

Andreas's Pech holte ihn erst wieder bei einer Überrundung ein, als der zu überrundende Fahrer zwar mich durchließ, Andreas dann allerdings im Reifenstapel hängen blieb.

Weitere Aufregung gab es als Stefan Roth noch einmal ausprobieren wollte, wie sich Mike's Einschlag in die Reifenstapel am Anfang der Geraden angefühlt haben muß. Die folgende Gelbphase nutzten alle Fahrer die noch nicht ihre Boxendurchfahrten absolviert hatten, um dies jetzt zu tun. Mir war zu diesem Zeitpunkt Lars Harbeck auf den Fersen, der inzwischen komplett aufgeschlossen hatte. Dank der Anfeuerungsrufe aus der Boxengasse gelang es mir knapp den Sieg vor Lars Harbeck und Phillip Klatt ins Ziel zu retten, eine komplett neue Erfahrung für mich! Andreas Klatt erntete etwas unglücklich den vierten Platz.

Nach sehr vielen durchweg ruhig und fair verlaufenen Veranstaltungen war dieser Renntag nach langer Zeit doch von einer gewissen Härte und Verbissenheit geprägt. Wir sollten aber auf keinen Fall vergessen, daß es doch Freizeit- und Spaßveranstaltungen wie der Scuderia Avus Kart-Cup sind, mit denen wir unsere Freizeit verbringen, sehr wohl auch competetiv fahren, aber vor allen Dingen Freude daran haben mit Gleichgesinnten Zeit zu verbringen und unser Geschick auf der Strecke zu messen. Glücklicherweise konnten die aufgetretenen Meinungsverschiedenheiten in der Gruppe A im Nachgang eindeutig geklärt werden, so daß wir uns auf die nächste Veranstaltung freuen können.

Heiko und sein Team wurde an diesem Renntag durch mehrere mittelschwere Abflüge stark gefordert. Danke Euch, daß Ihr so schnell zur Stelle wart und Fahrer, Kart und Strecke fix wieder herrichten konntet. Soweit ich das beobachten konnte, sind die gelben Flaggen ausnahmslos deutlich gewürdigt worden, so daß Ihr wenigstens ungefährdet arbeiten konntet.

Es wäre schön, wenn alle Teilnehmer des Scudi-Kart-Cups Ihre Freunde und Kumpels animieren könnten, am nächsten Renntag im September wieder komplett teilzunehmen, damit wir die Gruppe C auch wieder auffüllen können!

CU then,
Thorsten Wunderlich

Gruppe 1 Gruppe 2
Qualifikation Qualifikation Gruppe 1 :: August 2010 Qualifikation Gruppe 2 :: August 2010
1. Lauf 1. Lauf Gruppe 1 :: August 2010 1. Lauf Gruppe 2 :: August 2010
2. Lauf 2. Lauf Gruppe 1 :: August 2010 2. Lauf Gruppe 2 :: August 2010