2. Renntag, 16. Februar 2010

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Zum zweiten Renntag des Scudi-Kart-Cups erschienen nicht weniger als 44 Teilnehmer. Trotz leichter verkehrsbedingter Verspätung dauerte die gesamte Veranstaltung aufgeteilt in vier Gruppen à 11 Fahrern dank bestmöglicher Organisation seitens des Organisators Andreas, der fleißigen Helferlein (Denny, usw...), sowie des stets bestmöglich engagierten Hallenpersonals „nur“ bis 1:15 Uhr.

Aber first things first: Die Gruppeneinteilung war dank der bestens funktionierenden Software nach dem Check In mit Wiegen schnell gemacht, so daß die Qualifikations Gruppen zeitnah auf die Strecke gehen konnten.
Bei elf Teilnehmern je Renngruppe qualifizierten die ersten beiden jedes Qualifyings sicher, von den drittplatzierten jedoch nur noch die drei schnellsten für die Renngruppe A. So entschieden bei Felix Budzisch z.B. 12/1000 Sekunden über das Verfehlen der Gruppe A. Mit der schnellsten Qualifikationsrunde empfahl sich dagegen Torsten Bergholz mit 27,246 für die Pole vor Torsten Köhler mit 27,284.
Eng ging es aber nicht nur um die Plätze für die Gruppe A zu, sondern auch die weiteren Renngruppen waren hart umkämpft: Um den Einzug in die Gruppe B mußten z.B. Lars Harbeck und Kai Reinhard bangen. Letztlich waren es 15/1000 Sekunden die den letztqualifizierten der Gruppe B Kai Reinhard vom schnellsten der Gruppe C Uwe Doljes trennten.
Zwischen der Gruppe C und D ging es um den schnellsten der vier 9. platzierten Qualifyer. Hier konnte sich mit schwerwiegenden Argumenten (8/1000 Sekunden) Denny Braun gegen mich behaupten und zog mit wehenden Fahnen als letzter in die Gruppe C ein. Das gute Pferd springt eben nur so hoch wie es muß... Chapeau!
Zumindest Dirk Lauth und Martino Calabro hatten sich diesen Renntag sicherlich etwas anders vorgestellt. Die Qualifikation in die Gruppe D entspricht weder ihrem Können, noch ihrem Anspruch. Aber glücklicherweise hat der liebe Gott ja auch noch die Relegation geschaffen...

Aufgrund der rotierenden Abfolge der Renngruppen startete an diesem Renntag die Gruppe B, gefolgt von C, D und A. Hinsichtlich der Kürze der Nacht keine guten Nachrichten für die besten der besten, immerhin wurde schon frühzeitig festgelegt, daß die Siegerehrung erst im März erfolgen wird.

Im ersten Rennen der Gruppe B wurden die lt. Papierform favorisierten „A-Kandidaten“ Martin Skrzipietz, Michael Dell und Felix Budzisch ihrer Rolle gerecht und erreichten den Aufstieg in die Gruppe A. Nicht unbedrängt allerdings von Michael Rudolph, Luca Marcen und Oliver Rodig, die zumindest was ihre besten Rundenzeiten anging mit dem Spitzentrio auf Augenhöhe waren. Andreas Klatt, Kai Reinhard und Klaus Dilmetz hingegen belegten die undankbaren letzten Plätze und fanden sich im zweiten Rennen in der Gruppe C wieder. So war das sicherlich nicht geplant!

In der gut besetzten und hart umkämpften Gruppe C fuhr Stefan Roth zwar die schnellste Rundenzeit im ersten Rennen dieser Gruppe, konnte allerdings nur den 7. Platz belegen. Besser haben das Uwe Doljes, Romano Schultz und Max Eyck gelöst, die zwar keine so schnellen Runden gefahren sind, sich allerdings durch gleichmäßigere Rundenzeiten und cleveres Timing der Boxenstops auf die beliebten Aufstiegsplätze schieben konnten. Thomas Ewert, Bernd Krüger und Denny Braun hingegen mußten für das zweite Rennen den schweren Weg in die Gruppe D antreten.

Aus der Gruppe D konnte sich mit deutlichem Abstand Dirk Lauth für die Gruppe C empfehlen, deutlich enger ging es zwischen mir, Martino Calabro und Christian Maaß zu. Martino verlor seinen 2. Platz beim Boxenstop in der vorletzten Runde um einen Wimpernschlag gegen mich und Christian verfehlte den Aufstieg durch eine unglückliche Feindberührung beim Überrunden.

Im danach folgenden ersten Königsrennen ging es extrem eng zu. Erst nach erbittertem Kampf konnte sich Andreas Kast gegen Marcus Einsporn und Torsten Bergholz durchsetzen. Ein Schelm wer glaubt, daß Torsten Köhler sich aus taktischem Kalkül absichtlich auf den 4. Platz beschränkt hat ;-). Als einziger mußte sich der gesundheitlich angeschlagene Thomas Reimann überrunden lassen, alle anderen Fahrer hingegen waren mit sehr eng beieinander liegenden Rundenzeiten auf höchstem Niveau unterwegs. Nur gut 3/10 Sekunden lagen zwischen dem schnellsten (Roger Wild) und dem langsamsten der Top Ten dieses Rennens! Toralf Andreß, Mike Diehr und Thomas Reimann mußten dennoch die Gruppe verlassen.

Im 2. Rennen der Gruppe B konnte insbesondere Lars Harbeck auf sich aufmerksam machen: Als Achter gestartet erreichte er nicht nur die schnellste Runde des Rennens mit 27,040, sondern belegte am Ende auch noch den zweiten Platz hinter Toralf Andreß und vor Luca Marcen!

Im 2. Rennen der Gruppe C zeigte Andreas Klatt daß man auch mit über 14 Sekunden Vorsprung gewinnen kann. Mit dem Kart Nr. 5 flog er förmlich um die Strecke und seine Konkurrenten und erzielte eine Rundenbestzeit von 27,221 Sekunden. Klaus Dilmetz und Phillip Klatt konnten ihm nicht wirklich folgen.

Bernd Krüger setzte noch einen drauf, indem er alle Konkurrenten im 2. Rennen der Gruppe D überrundete und dieses souverän gewann. Eigentlich wollte er damit nur demostrieren, daß er nun wirklich nichts in dieser Gruppe verloren hat. Wir haben verstanden, Bernd!

Das zweite Rennen der Gruppe A hatte es in sich. Vier Fahrer die 26er Zeiten erreichten, die schnellste des Tages, eine 26,794 Sekunden von Michael Dell nur megaknapp vor Stefan Marsch mit 26,797 Sekunden. Aber auch Daniel Haas's und Torsten Bergholz's 26,946 und 26,995 können sich mehr als sehen lassen. Das Rennen war von Anfang an heiß umkämpft und wie in dieser Gruppe üblich wurde kein Zentimeter Strecke freiwillig hergegeben. Einzig Torsten Köhler, nach umgedrehter Startreihenfolge der ersten vier von der Pole gestartet, kam mit seinem Kart gar nicht zurecht und belegte am Ende den letzten Platz. Michael Dell, der eine grandiose Aufholjagd gestartet hatte, scheiterte zum Schluß ganz knapp an Roger Wild, an dem letztlich kein (regulärer) Weg vorbei führte. Mit einem tollen Rennen siegte Daniel Haas vor Stefan Marsch, Torsten Bergholz und Andreas Kast. Letzterer sicherte sich damit den nicht nur hinsichtlich der Punkte heiß begehrten Tagessieg in der Gruppe A.

Mit diesem packenden 2. Rennen der Gruppe A kam es zu einem spektakulären Finale des Tages, welches naturgemäß nicht mehr alle Teilnehmer verfolgen konnten oder wollten.

Es fiel auf, daß wenn keine ungewöhnlichen Umstände „A-Fahrer“ in die Gruppe C manövrieren oder umgekehrt, die Homogenität innerhalb der Gruppen immer wieder klasse ist. Jeder kann sich in seiner Gruppe auf seinem Niveau Erfolgserlebnisse erarbeiten. Das macht einfach Spaß! Das Reglement ist mittlerweile so ausgeklügelt, daß die ohnehin schon hohe Leistungsdichte immer größer zu werden scheint. Allerdings haben hier sicherlich auch die Ausgleichsgewichte einen Einfluß, was ja in der von allen so sehnlichst erwarteten Outdoorsaison wieder wegfällt. Auffällig ist auch, daß die Rundenzeiten inkl. Boxenstop erhebliche Unterschiede aufweisen. Zwischen hohen 34er Zeiten und niedrigen 38er Zeiten findet das Ganze statt. Sicherlich sind dabei Übervorsichtige und solche die eh nicht die schnellsten Runden fahren, aber auch das Wort Stillstand muß der eine oder andere noch einmal überdenken. Hier wird in der Zukunft sicherlich doch die eine oder andere zusätzliche Boxendurchfahrt erforderlich werden. Ob das die halbe Sekunde Wert ist?

  Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe 4
Qualifikation Qualifikation Gruppe 1 :: Februar 2010 Qualifikation Gruppe 2 :: Februar 2010 Qualifikation Gruppe 3 :: Februar 2010 Qualifikation Gruppe 4 :: Februar 2010
1. Lauf 1. Lauf Gruppe 1 :: Februar 2010 1. Lauf Gruppe 2 :: Februar 2010 1. Lauf Gruppe 3 :: Februar 2010 1. Lauf Gruppe 4 :: Februar 2010
2. Lauf 2. Lauf Gruppe 1 :: Februar 2010 2. Lauf Gruppe 2 :: Februar 2010 2. Lauf Gruppe 3 :: Februar 2010 2. Lauf Gruppe 4 :: Februar 2010