1. Renntag, 19. Januar 2010
Alles neu macht der Januar...
Große Überraschungen hatte der erste Renntag des Jahres 2010 den Teilnehmern zu bieten: Durch einen Staatsbesuch in der Hauptstadt zeigte sich der Berliner Verkehr uneinsichtig, ließ dadurch so manchen auf den letzten Drücker ankommen. Dank vorheriger telefonischer Kontaktaufnahme mehrerer im Stau stehender Teilnehmer und der Bereitschaft der Kartbahn konnten wir den Beginn um ca. 25 Min nach hinten verschieben. Darüber hinaus wartete Andreas mit seinem neuen Reglement für den Scudi-Kart-Cup 2010 auf.
Die neuen Regelungen hier noch einmal aufzuführen ist nicht erforderlich, da sie auf der von Michael Dell neu gestalteten Homepage nachzulesen sind und darüber hinaus haben alle am 19. Januar Anwesenden diese bereits verinnerlicht.
Eins allerdings ist unbedingt erwähnenswert: Oliver Zemmin hat die „Abrechnungssoftware“ innerhalb nur einer Woche an die neuen Bedingungen angepaßt, dafür gebührt im größtmöglicher Respekt und ein riesiges Dankeschön! Nach dem Wiegen und Ermitteln der jeweiligen Zusatzgewichte bis hin zum neuen „Normgewicht“ in Höhe von 90 kg starteten wir mit etwas Verspätung ins Qualifying.
Die drei Qualifying Gruppen hatten dann auch schon gleich die nächsten Überraschungen zu bieten. Insbesondere als sich Philipp Klatt, Michael Jagnow und Thea Dillmetz geschlossen für die Gruppe C qualifizierten, mußte man davon ausgehen, daß sich diese drei eine besondere Strategie unter Nutzung der Relegationsplätze zum Aufstieg in Gruppe B ausgedacht hatten.
Aber auch einige Qualifikanten für die Gruppe B waren überrascht sich dort in für sie ungewohnter Umgebung wieder zu finden.
Im ersten Rennen der Gruppe A gewann Robert Schlünssen mit mehr als vier Sekunden Vorsprung vor Roger Wild und René Salatowsky die sich bis zur Zieldurchfahrt nichts schenkten. Die ersten Absteiger des Jahres 2010 und damit die allerersten des neuen Reglements waren Andreas Klatt (wer hat sich diesen Mist eigentlich ausgedacht?), Andreas Kast und Dirk Lauth.
Etwas glücklichere Gesichter machten die drei Erstplatzierten des ersten Rennens der Gruppe B: Mike Diehr, Torsten Bergholz und Daniel Haas. Sie haben sich die Chance erarbeitet im zweiten Rennen der Gruppe A ihre Punkteausbeute zu optimieren. Aber auch in dieser Gruppe wurden drei Absteiger gekürt, Achim Zeim, Mike von Rüden und Kai Bohun waren sicherlich not amused.
In der Gruppe C kam es ungefähr zur Rennmitte zu einem heftigen Leitplankenkontakt von Michael Jagnow nach einem sehr ambitionierten Überholversuch von Thea Dillmetz. Wollen wir hoffen, daß sich Michael's schmerzende Rippe und die Wut im Bauch inzwischen wieder beruhigt haben. Aber auch nach Rennende gab es noch etwas Aufregung, da Bernd Krüger eine Boxendurchfahrt nicht mehr antreten konnte und daher nachträglich ans Ende des Feldes verbannt wurde. Als Aufsteiger aus der Gruppe C empfahlen sich Volker Heyne, Thomas Ewert sowie Klaus Dillmetz.
Im zweiten Lauf der Gruppe A wurde die Reihenfolge der Startpositionen 1 bis 4 umgedreht. Dadurch startete Toralf Andreß von der Pole, nicht allerdings ohne vorher sein Kart wegen technischer Probleme tauschen zu müssen und damit mit komplett kalten Reifen los zu fahren. Daß er sich dennoch vom Start weg trotz größter Bedrängnis in Führung halten und das Rennen schlußendlich gewinnen konnte, zeugt von seiner großen Klasse! Er verwies Robert Schlünssen und Daniel Haas, den „Releganten“ aus der Gruppe B, auf die Plätze 2 und 3. Was für eine Leistung von Daniel, ich gehe davon aus, daß er Andreas nach dem Rennen die Füße geküßt hat für diese Neuerung im Reglement. Auch Mike Diehr und Torsten Bergholz konnten sich noch auf die Plätze 7 und 8 vorfahren und damit wertvolle Punkte sichern.
Im zweiten Rennen der Gruppe B gewann Ronny Wechselberger vor Andreas Kast und Janko Rothe. Die Aufsteiger aus der Gruppe C Thomas Ewert und Volker Heyne verbesserten sich noch auf die Plätze 9 und 10, während Klaus Dillmetz sich mit dem 12. Platz begnügen mußte.
In der Gruppe C gewann Achim Zeim vor Bernd Krüger, der vom letzten Startplatz auf den zweiten Platz vorgefahren ist und damit gezeigt hat, daß er nun eigentlich wirklich nichts in der Gruppe C verloren hat. Dritter wurde Absteiger Kai Bohun und hat damit zusätzlichen Punkteverlust erfolgreich verhindert. Nicht verhindern konnte diesen zusätzlichen Punkteverlust Mike von Rüden, der am ersten Renntag des Jahres überhaupt nicht zurecht kam und selbst in der Gruppe C bis auf den 10. Platz durchgereicht wurde. Wer Mike kennt, weiß daß das nicht nur an ihm gelegen haben kann...
Die Tageswertungen gewannen in der Gruppe C Achim Zeim, in der Gruppe B Andreas Kast und in der Gruppe A Robert Schlünssen und kassierten dafür gegen 0:30 Uhr die wohlverdienten Pokale.
Naturgemäß wurde an diesem ersten Wertungstag mit etwas mehr Körperkontakt als bei den beiden vorangegangenen Fun-Läufen gefahren. Bis auf ganz wenige Ausnahmen blieb das aber alles im Rahmen und dank des phonetisch engagierten Bahnpersonals konnten die erregten Gemüter zum jeweils zweiten Lauf auch wieder eingebremst werden.
Überraschend problemlos verlief die vorher ausgiebig diskutierte Disziplin bei den beiden Stops während der Boxendurchfahrten. Die ehrenamtlichen Kontrolleure hatten glücklicherweise nicht viel zu tun.
Mit 38 Teilnehmern dauerte erste Renntag des Jahres dauerte zwar etwas länger als sonst, aber beim nächsten Mal werden wir hoffentlich ohne Staatsbesuch auch wieder pünktlich starten können.
Wir haben wieder gut vorbereitete Karts, hoch motivierte Teilnehmer und Mitarbeiter des Kartland Reinickendorf vorgefunden und damit alle Voraussetzungen für jede Menge Rennaction und Spaß. Die Saison hat endlich begonnen und ich denke es geht nicht nur mir so, wenn ich sage, daß ich den nächsten Renntag kaum erwarten kann.
| Gruppe 1 | Gruppe 2 | Gruppe 3 | |
| Qualifikation | |||
| 1. Lauf | |||
| 2. Lauf |
| < 2. Renntag, 16. Febr... |
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