2009
8. Renntag, 18. August 2009
8. Renntag, 18. August 2009
Alles eitel Sonnenschein?
Nicht ganz, aber fast! Während das Wetter am Spreewaldring die Teilnehmer des Scudi-Kart-Cups wieder einmal verwöhnte, gab es schon beim Qualifying ein paar Überraschungen.
Heiko's Team hatte alle Hände voll zu tun die Strecke vor dem Beginn des Scudi-Qualifyings wieder halbwegs von den Sanddünen zu befreien, die die Leihkartfahrer kurz zuvor durch wilde Rallye-Fahrten dort verteilt hatten. Dennoch fanden sich einige der Top-Fahrer, die normalerweise die 1. Renngruppe abonniert haben in der 2. oder gar 3. Renngruppe wieder.
An den Karts kann es in dieser Form nicht gelegen haben, denn auch bei diesem Renntag war eine geradezu verblüffende Leistungsdichte zu erkennen: Es qualifizierten sich 21 Fahrer innerhalb einer halben Sekunde und überhaupt nur 14 von 45 Fahrern fuhren nicht unter 41 Sekunden. Die Gleichmäßigkeit der Karts führte dazu, daß eben doch nur ein Wimpernschlag über den Einzug in die 1. Gruppe entschied.
Mir persönlich fiel auf, daß nur wenige Fahrer ihr Heil in freien und unbehinderten Runden mit Abstand nach vorne und hinten suchten, stattdessen klebten sie an dem vermeintlich langsameren Vordermann...
Leider gab es auch einen Reifenschaden und einen gerissenen Antriebsriemen, aber wir alle wissen, daß das zum Motorsport dazu gehört, für den Betroffenen extrem ärgerlich ist, aber statistisch gesehen letztendlich jeden einmal trifft und sich somit ausgleicht.
Wir erleben auch, daß Heiko's Mannschaft in solchen Fällen blitzartig reagiert und zu retten versucht, was zu retten ist.
Von den schnellsten Qualifikanten blieben drei unter 40 Sekunden, Oliver Rodig und Torsten Köhler zeitgleich mit 39,97 Sekunden und Michael Jagnow mit einer 39,98 die fast noch höher zu bewerten ist, da sie in der ersten Qualigruppe gefahren wurde!
Die Teilnehmer der 1. Gruppe waren natürlich keine Unbekannten, gleichwohl hätten (ohne Namen zu nennen!) insgesamt mindestens acht Fahrer aus der 2. und 3. Gruppe genauso dort erscheinen können. All das zeigt, wie hoch das Niveau beim Scudi-Kart-Cup ist und daß auch die letzte Kraft und der letzte Ehrgeiz eingesetzt werden müssen, um die Chancen auf die Big-Points zu wahren. Letztendlich würde es uninteressant werden, wenn immer die gleichen drei Fahrer den Tagessieg unter sich ausmachen würden.
Im ersten Lauf der 1. Gruppe mußte Martin Skrzipietz sich ganz knapp Oliver Rodig geschlagen geben, verwies im zweiten Lauf allerdings Andreas Kast ebenso knapp in die Schranken, so daß ihm mit einem zweiten und einem ersten Platz der Tagessieg in der 1. Gruppe gehörte.
Bis auf einige kleinere Ausritte im ersten Lauf der 2. Gruppe verliefen die Rennen ganz harmonisch aber hart umkämpft. Während es im ersten Lauf der 2. Gruppe bis zur Ziellinie vor allem zwischen Michael Dell und Andreas Klatt knapp zuging, gesellte sich zu diesen beiden im zweiten Lauf auch Toralf Andreß noch dazu. Tagessieger in dieser 2. Gruppe wurde Andreas vor Michael aufgrund der schnelleren gefahrenen Runde.In der 3. Gruppe setzte sich Sven Bergholz zweimal durch, nur die Reihenfolge der beiden hinter im platzierten Volker Heyne und Janko Rothe drehte sich im zweiten Lauf um.
Bedauerlicherweise mußte die Rennleitung anhand der Auswertung der Rundenzeiten feststellen, daß die Mehrzahl der Fahrer bei deutlich geschwenkter gelber Flagge wegen der Bergung eines vom rechten Wege abgekommenen Karts/Fahrers durch einen Streckenposten das Tempo an der Gefahrenstelle nicht ersichtlich gedrosselt hatte.
Keiner von uns möchte erleben, daß es einen handfesten und gesundheitsbeeinträchtigenden Anlaß gibt, um über unser Tempo an der Gefahrenstelle noch einmal nachzudenken. Daher war Andreas's warnender und eindringlicher Appell an alle Fahrer die gelbe Flagge deutlich zu würdigen mehr als nur angemessen. Wir sollten uns trotz allen Ehrgeizes alle vergegenwärtigen, daß dem Schutz der Gesundheit der Streckenposten, anderer Fahrer und unserer Eigenen oberste Priorität einzuräumen ist!
In der Gesamtwertung scheint Dete Krüger (nach seiner diesbezüglichen Ansage am vergangenen Freitag) nun aufgewacht zu sein und hat sich an diesem Renntag vom sechsten auf den zweiten Platz vorgeschoben. Allerdings sind jetzt bereits zwei Streichergebnisse berücksichtigt. Martin Skrzipietz hat zwar die Nase mit deutlichen 44 Punkten Vorsprung vorn, den Ausgang der Saison kann man derzeit dennoch nicht vorhersehen. Zu viele Punkte sind noch zu vergeben. Ein spannendes Finale ist also zu erwarten! Interessant aus Sicht der normalen Fahrer ist, daß Martin's schlechteste Ergebnisse (und somit Streicher) derzeit 24 (1. Lauf im Juli) und 25 (1. Lauf im Februar) Punkte sind. Chapeau!!!
Leider fand auch an diesem Renntag die Siegerehrung in einem kleinen, sehr überschaubaren Rahmen statt, so daß sich natürlich noch eine ausführliche diesbezügliche Diskussion anschloß. Es wäre schön, wenn wir eines Tages auch für diese Problematik eine Lösung finden könnten.
| Gruppe 1 | Gruppe 2 | Gruppe 3 | |
| Qualifikation | |||
| 1. Lauf | |||
| 2. Lauf |
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