2005
5. Renntag Mai 2005
5. Renntag Mai 2005
Die Einladungsmail von Andreas Klatt hatte die Überschrift “Wir fahren bei jedem Wetter”
Allein dies hätte als Drohung eigentlich gereicht, wer allerdings gegen Abend nach oben in den Himmel sah, wurde nicht nur nass im Gesicht, sondern erblickte auch dicke Regentropfen, graue Wolken und den ein oder anderen Blitz.
Trotzdem ließen sich 37 Starter und Starterinnen nicht entmutigen und pünktlich zum ersten Qualifying riss der Himmel auf und die Sonne versank mit einem schönen Abendrot zwischen den abziehenden Wolken.
Nun war die Strecke aber mal nass und um es gleich vorweg zu nehmen, sie blieb es auch bis zum Schluss.
Alteingesessene Fahrer wussten, was nun kommt und verzogen sich rechtzeitig in den Umkleidecontainer, um noch eine halbwegs passende Regenkombi über den Rennanzug zu bekommen. Wer noch umsichtiger mit seiner Ausrüstung umging, stülpte sich auch noch einen Helm aus dem Bestand der Kartbahn über den Kopf, denn der eigene Helm ist nach solch einem Regenrennen meist nicht wiederzuerkennen.
Einige Fahrer hatten mit nasser Bahn und Rennreifen fürs Trockene noch keine Erfahrung und die Meinungen schwankten nach den ersten Runden zwischen “geil, das ist besser als eine trockene Bahn” bis hin zu “geht überhaupt gar nicht”. Es ist auf jeden Fall ganz anders als im Trockenen. Das Kart dreht sich unter Umständen schon wenn die Automatik richtig Gripp bekommt und die Hinterräder am Durchdrehen sind, wer das gemeistert hat, kommt vor der nächsten Kurve beim Bremsen wieder nicht aus dem Staunen heraus...weil...
das geht irgendwie auch nicht so wie sonst. Das Kart wird nicht wie erwartet langsamer, sondern dreht sich mit stehenden Hinterrädern durch Sand und Dreck auf die Wiese. Das passiert nicht nur den Einsteigern, sondern auch den Profis im nicht zu vermeidenden Kampfgetümmel. Alles in allem ein Fahrertraining in Punkto Fahrzeugbeherrschung, das wohl jedem genutzt hat und einem die Grenzen der Physik deutlich aufgezeigt hat.
Somit hatte dann jeder gewonnen, die meisten zwar nur an Erfahrung, aber einige auch die vorderen Plätze.
Hier belegten in der Gruppe A in beiden Läufen die 3 gleichen Fahrer die Plätze eins bis drei und somit dann auch die Tageswertung in gleicher Reihenfolge, während im Lauf B Mike von Rüden dies nur mit Platz eins in beiden Läufen nachmachen konnte.
Spaß hat es wohl allen gebracht und schnell ging es diesen Abend auch, so das kurz nach 23:00 Uhr noch das eine oder andere isotonische Getränk (aus dem Hause Warsteiner), oder die leichte Currywurst mit Pommes in trockengerubbelten Körpern verschwanden.
Und wie gesagt: Wir fahren bei jedem Wetter. Es kann nächstes Mal auch ruhig wieder schön sein.
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