Einwurf

Nein, keine Sorge ich bin nicht dem Fußballfieber verfallen, obwohl es schon eine besondere Situation ist, „uns“ zu fortgeschrittener Saison an der Tabellenspitze zu sehen. Mein Einwurf bezieht sich eher auf eine Beobachtung bzw. einen Gedankenanstoß den ich zum Besten geben möchte.

Nach unserem Februar Renntag mit 41 Teilnehmern und daraus resultierend 4 (in Worten: „vier“) Gruppen ist mir aufgefallen, daß wir alle mit ein wenig Disziplin die Gesamtdauer einer solchen Veranstaltung nicht unerheblich reduzieren könnten. Das Stichwort lautet „Fahrerwechsel“ zwischen den Qualifyings und zwischen den Rennen der unterschiedlichen Gruppen. Obwohl Andreas die Fahrer der nächsten Gruppe ja im allgemeinen rechtzeitig verbal auffordert sich fertig zu machen, gelingt dies dann eben in der Konsequenz doch nicht jedem so ganz perfekt.

Natürlich sind nicht alle permanent im Paddock-Club anwesend, so daß auch nicht alle Betroffenen die Ansage hören können. Aber ich unterstelle doch einmal, daß JEDER einen zumindest gelegentlichen Blick auf die diversen Zeitenmonitore wirft, auf welchen ja die Restdauer des jeweiligen Qualifyings bzw. Rennens unten rechts angezeigt wird. Mit dieser Information ist es ein leichtes, rechtzeitig komplett angezogen bzw. vorbereitet zum Fahrerwechsel an der Boxengasse zu stehen. Auf diese Weise könnte der Fahrerwechsel innerhalb einer oder maximal zwei Minuten absolviert sein, nachdem das letzte Kart zum Stillstand gekommen ist. Am Dienstag vergingen selten weniger als fünf Minuten.

Fünf Minuten, in denen die Reifen unnötig abkühlten. Die Reifentemperatur alleine ist ja schon Grund genug den Fahrerwechsel schnellstmöglich zu absolvieren. Das liegt in unserem absolut eigenen Interesse... Bei vier Qualifyings und acht Rennen summiert sich das Getrödel dann allerdings erheblich, so daß alle etwas später nach Hause kommen. Klar, ein Teil der unnötig verplemperten Zeit ging auch auf das Konto des Austauschens von Karts. Darauf haben wir keinen, oder nur sehr wenig Einfluß.

Wenn wir jedoch den Fahrerwechsel so verstehen und durchführen, wie wir ihn ohne jeden Zweifel in jedem Langstreckenrennen durchführen würden (das ist natürlich nicht wörtlich zu nehmen, aber der zugrunde liegende Gedanke paßt schon), dann würde das den ganzen Ablauf ungeheuer beschleunigen und wir könnten mit deutlich wärmeren Reifen starten.

Jedenfalls finde ich es unnötig, mit dem Anziehen der Sturmhaube, dem Aufsetzen des Helmes, und dem Anziehen der Handschuhe erst zu beginnen, wenn die Karts bereits von den vorangegangenen Fahrern verlassen wurden. Ooops, jetzt muß ich nochmal raus aus dem Kart, ich habe ja mein Kissen vergessen ;-)

Laßt uns das doch einmal probieren: Mit dem Gedanken des „Fahrerwechsels“ beim Langstreckenrennen im Kopf bin ich sicher, daß wir die Standzeit der Karts auf eine Minute reduzieren können, wenn keine Karts getauscht werden müssen. Und dann hätten wir fast noch Betriebstemperatur in den Reifen!

Ich finde es wäre den Versuch wert.